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2010-03-01 Herren3

Aufgespiezt

 

Das Hinspiel gegen die Spiezer hatten wir - zumindest was das Resultat betrifft - ziemlich komfortabel gewonnen. Uns wurde aber recht schnell bewusst, dass es in der Ferne nicht mehr so einfach laufen sollte. Das Auffinden der Halle entwickelte sich zum Spiessrutenlauf quer durch Spiez. Endlich am Ziel angekommen, standen eine Herrschar kleiner Boden- und Geräteturner-Spiezerchen zwischen uns und unseren Einspiel-Einheiten. Als wir uns schon fast in der falschen Halle wähnten, wurde dann doch noch Volleyball gespielt!

Durch einen Geniestreich unseres Trainerfuchses in Form von Andy als undurchdringliche Wand im Mittelblock liessen wir zu Beginn des ersten Satzes wenig Zweifel am Ausgang dieser Partie. Von Mitleid getränkt und den deutlichen Sieg im Hinspiel im Hinterkopf haben wir unsere Spezialwaffe aber schnell wieder eingepackt - solche Dominanz hat mit Amateur-Volleyball nichts zu tun und damit in der 4. Liga auch nicht viel verloren... Den kleinen Finger angeboten nahm sich unser Gegner kurzerhand die ganze Hand und überholte uns zum knappen Zwei-Punkte-Satzgewinn.

Im zweiten Satz hatten wir dem Gegner wenig entgegenzusetzen. Die Abwehr um den starken Libero verteidigte praktisch jeden Ball - sofern dieser nicht bereits im sehr hohen Zweierblock hängenblieb. Auch in der eigenen Verteidigung waren wir nicht immer zur Stelle. Und der Libero schien unsere Anspiele geradezu anzuziehen. Der zweite Satz war damit schnell und deutlich verloren.

Im dritten Durchgang konnten wir durch einige Anpassungen an der Aufstellung und durch eine konstante Leistung immer ein paar Punkte vor den Spiezern bleiben. Nachdem wir schon mehrere Satzbälle nicht verwerten konnten, brauchten wir dann aber doch einen gegnerischen Anspielfehler, um den Sack endgültig zu zumachen.

In den vierten Satz starteten wir noch schlechter als in den zweiten. Zwar konnten wir gegen Ende des Spieles den Abstand noch ein bisschen verkleinern, aber der Vorsprung der Spiezer war einfach zu gross, um die Niederlage noch verhindern zu können.

Obwohl wir durchaus einige Eigenfehler machten, in der Verteidigung oft nicht richtig zum Ball hin gingen und mit unseren Anspielen den Gegner selten unter Druck setzen konnten - vermutlich spielten wir sogar besser als im Hinspiel. Wir standen allerdings einer anderen Spiezer Mannschaft gegenüber, die uns an diesem Abend mit einem sehr soliden Libero, einem extrem hohen Zweierblock und einem Angriffsspieler, der praktisch jeden Ball verwertete, über das gesamte Spiel gesehen überlegen war.

Martin für's Herren3

VBC Spiez - volley muri bern: 3:1 (28:26, 25:15, 23:25, 25:17)

Das Team:
Davide Cianciarulo, Slogar Dubravko, Robert Franz (Trainer), Andreas Freuler, Michael Hohermuth, Peter Kneubühler, Martin Meyer, Christoph Zehnder, Elmedin und Tobi


Letztes Update ( Fr., 05. März 2010 )
 
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